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Stand / Druckdatum: 23.04.2017

Architektur & Kunstwerke - Stadthalle Chemnitz

 
 
 

ARCHITEKTUR UND KUNSTWERKE - STADTHALLE CHEMNITZ

Nicht nur kulturell, auch architektonisch hat die Stadthalle Chemnitz einiges zu bieten.

 
 
 
ARCHITEKTUR

Die typische Charakteristik des Architekturkomplexes Stadthalle/Hotel dominierte über Jahre das Chemnitzer Stadtbild. Kreativer Kopf der funktionalen Synthese aus Kulturzentrum und Hotel war Chefarchitekt Rudolf Weißer.

An der Architektur der Stadthalle fasziniere, schreibt Kunsthistoriker Karl Brix, "die Plastizität der Teile, ihr harmonisches Verhältnis zueinander und der maßvolle Wechsel in der Gestaltung der Außenhaut durch Rochlitzer Porphyr, Sichtbetonstrukturen und Glas."
 
decke
Zwei Elemente der Innenarchitektur sind besonders markant: die von Hubert Schiefelbein entworfene charakteristische Strukturdecke und jenes Dreiecksraster, das die polygonale Raumstruktur ermöglichte.

Im Jahre 2004 setzte der Chemnitzer Formgestalter Prof. Karl Clauss Dietel mit einem überarbeiteten Farb- und Lichtkonzept neue Akzente in den Foyers des Hauses, welches die einzigartige Architektur noch besser herausstellt.
 
 
 
KUNSTWERKE

So funktional der Bau der Stadthalle ist, so reizvoll ist auch ihre Ausstattung. Bauwerk, Kunsthandwerk und künstlerische Programme gehen in unserem Haus aufregende Wechselwirkungen ein. Bereits die fünf großen Stahltüren am Großen Foyer, die der Kunstschmied Achim Kühn aus Edelstahlblech gefertigt hat, fangen die Blicke neugieriger Besucher ein. Mit der Glasfront des Foyers bilden sie eine interessante Spannung.
 
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"Und sie bewegt sich doch! - Galilei"
Die Türen führen ins Foyer des Großen Saales, wo Säulen den Wandelhallen-Charakter untermalen. Die Wände dahinter sind Betonstrukturen von Hans Brockhage mit dem "Ausdruck erstarrten Holzes".


Schließlich findet sich als Mittelpunkt der Lichthalle des Großen Foyers Fritz Cremers Plastik „Und sie bewegt sich doch! – Galilei“. Das Kunstwerk greift das Historische auf und manifestiert so das immerwährende Grundprinzip der Veränderung: Nichts ist beständig, nicht die Historie, nicht die Welt, wie man sie sieht.

 
Horst Zickelbeins Wandbild „Die Befreiung der Wissenschaft durch die sozialistische Revolution“ beeindruckt heute weniger durch die Programmatik. Vielmehr imponiert die aufregende Farbgebung des Kunstwerks. Auch der Kleine Saal hat künstlerische Begleitung: Im Kleinen Foyer befinden sich Christa Sammlers Reliefs, die das Erlebnis der Musik einfangen.
 
Wandbild von Horst Zickelbein
Relief von Christa Sammler
Christa Sammlers
Eingangstüren von Achim Kühn
 
 
 
 
 
 
ORGEL

Als eine der größten in einem Profanbau ist die Orgel eine der künstlerischen Kostbarkeiten unseres Hauses. Von 1972 bis 1976 wurde sie im VEB Orgelbau Dresden, dem heutigen Orgelbau Jehmlich, konstruiert und vorgebaut. 1976 erfolgten der Einbau in die Stadthalle und die Einweihung durch die Orgelbauer.
 
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Die vielfältigen Spielmöglichkeiten und verschiedenste Klänge können über vier Manuale, 67 Register und 5536 Pfeifen aus dem Instrument gelockt werden. Die kleinste Pfeife misst dabei gerade einmal 5 mm, während die größte stolze 7,50 m erreicht. Ein großes Fußpedal ergänzt das beeindruckende Tasteninstrument, das bei ausgewählten Sinfonie- und Weihnachtskonzerten, beim traditionellen Adventsprogramm sowie bei den zweimal jährlich stattfindenden Orgelkonzerten gespielt wird und den Auftritten großer Organisten eine entsprechende Würde verleiht.
 
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